



Das große Spektakel war’s diesmal nicht. Vielleicht war es zu kalt dafür. Baseballer – die ja im Spiel immer wieder ihre Leerlaufphasen haben, in denen Angreifer im Dugout sitzen und warten, dass sie wieder an die Reihe kommen, Verteidiger im Rightfield stehen und neun Innings lang keinen Ball aus der Nähe sehen, Pitcher warmzubleiben versuchen, solange ihre Offensive spielt – Baseballer mögen keine Kälte. Insofern kam es uns entgegen, in den Heimspielen gegen die Saarlouis Hornets erneut auf nahezu perfektes Pitching und eine fehlerfreie Defensive bauen zu können; 9:1 Runs am gesamten Wochenende mögen nicht annähernd an das 11:4/25:2 der Tornados eine Woche zuvor gegen die Saarländer heranreichen, bedeuten aber den fünften und sechsten Saisonsieg und zogen die Spiele am eisigen Hartmühlenweg nicht zu sehr in die Länge.
„Saarlouis war nicht super gefährlich am Schlag“, sagte Boldt, „aber das hängt auch damit zusammen, dass unsere Pitcher einen guten Job gemacht haben. Die Hornets haben den Ball ins Spiel gebracht, aber es ist nicht so, als hätten wir ständig Diving Plays gemacht. Wenn man ihnen Chancen gibt, kann es passieren, dass sie in eine Situation kommen, in der ein Hit zwei Punkte bringt, aber wir haben ihnen nichts geschenkt, die Pitcher und die Defense haben diese Chancen nicht gegeben.“



„Offensiv haben wir uns sehr schwer getan“, sagte Boldt. „Wir hatten drei Homeruns, aber alle im ersten Spiel. Die gute Leistung von Pitching und Defense haben das aber ausgeglichen. Wir haben die Serie weitergeführt, sind immer noch ungeschlagen, und dass wir es nicht geschafft haben, unseren besten Baseball zu spielen, daran können wir arbeiten. Wenn wir die besten Spiele erst gegen die Topteams in den Playoffs machen, dann kann ich damit leben.“ cka / Fotos: Thorsten Seidl, Clatra Sajak.
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